Ausstellung „Photopsia“ „Der Natur so nah“

Ausstellungseröffnung:

Freitag 01.03.19 19:00 – Eintritt frei

Ausstellungsort:

Europäisches Fotozentrum für junge Fotografie
Saarlandstraße 2-4
68519 Viernheim

Eröffnung:

Markus Taube, Schulleiter der Friedrich-Fröbel-Schule Viernheim

Einführung:

Tanja Eickmeier, Leiterin Fotozentrum

Ausstellungsdauer:

01.03.2019 – 11.04.2019

Öffnungszeiten:

Mo-Fr. 09:00 – 16.00 Uhr – Eintritt frei

Flyer:

Ausstellung Fotozentrum Viernheim001

Ausstellung Fotozentrum Viernheim002

 

Der Natur so nah

Kräftig und groß sind sie, allesamt junge Männer im Alter von etwa 15 Jahren. Geduldig und behutsam nähern sich mit ihren Kameras Blumen, Pflanzen und Insekten der schulischen Umgebung. Die eingestellte Blende wartet still auf eine Fliege. Sie krabbelt goldglänzend auf ein sattes Rot. Jetzt den Auslöser ruhig durchdrücken. Ein stimmungsvoll stilles Foto wird als  atmosphärische Erinnerung bleiben. Ernst und versunken ertasten sich die 12 Jugendlichen ihre Bildmotive. Durch nichts  lassen sie sich ablenken. Sie sind einzig auf ihre Beobachtung konzentriert. Sie wollen Pflanzen, Blüten, Gräser und Insekten erspüren, sie zu Fotografien wandeln. Da eine Wespe, dort die Feuerkäfer, hier der Grashalm. Daneben das Blau von Beeren, das Grau des Spinnennetzes, das Gelb, das  Weiß, das Violett, das Rot von Blüten und Blättern. Sie alle werden sich in den Fotografien der jungen Leute der Fotogruppe Bildkommunikation des Europäischen Fotozentrums Viernheim wiederfinden. Eigentlich war das Projekt „Der Natur so nah“ als Übungsprojekt zur genauen Motivwahl, Beobachtung, der Kameraeinstellungen von Blende und Zeit gedacht. Angeregt war es durch die Naturausstellung “Vorschicht: Wir beißen! Achtung: Wir stechen…manchmal“ des Viernheimer Umweltvereins Kompass und des Europäischen  Fotozentrums. Doch es sollte sich anders entwickeln als vorgesehen.  Die Naturthematik hatte die Heranwachsenden tief berührt. Es war ihnen Anliegen, ihre inneren Stimmungen zur Natur sinnlich und gestalterisch in den gewählten Motiven seelischen Ausdruck zu verleihen. Dies ist ihnen mit ihren feinsinnigen Fotografien gelungen. Auffallend sind Empathie und das Zartgefühl, das diese jungen Männer gegenüber Tieren und Pflanzen zeigten und zeigen. In ihrer erstaunlichen Sensitivität zur Natur formulieren sich der Wunsch und die Sehnsucht nach einer natürlichen Umwelt, fern der Schreckensszenarien von Umweltverschmutzung und des Klimawandels. Ihre Fotografien verweisen auf einen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel der jungen Generation. Ihre Bilder sind nicht nur feinfühlig schön, sie sind auch Mahnung eines anderen Umgangs mit unserer natürlichen Umwelt.

 

 

Photopsia

Ihre Fotografien besitzen eine geheimnisvolle nach Innen gekehrte Traumversunkenheit. Hier ein Licht durchspieltes Flimmern, dort das Aufblitzen sonniger Gegenlichtstrahlen. Gedämpfte und duftige Farben tauchen ihre Pflanzenaufnahmen in weiches Licht. Photopsia ist der Künstlername der junge Fotografin Annekathrin Geitner. Photopsia ist auch der Titel der Ausstellung des Europäischen Fotozentrums Viernheim, unter dem sie ihre Fotografien präsentiert. Mit „Photopsia“ verweisen  ihre zart entrückten Bilder auf die inneren Phänomene der Wahrnehmung von Blitzen, Flimmern, Funken, Sternchen ohne Beziehung zur Außenwelt hin. Dieses Phänomen aus der Medizin bezeichnet Lichterscheinungen im Innern des Auges, die gelegentlich auftreten können. Das heißt, die Fotografien von Annekathrin Geitner spiegeln ihre inneren  Bezüge zu Natur, werden zu spirituellen Tableaus, deren Magie man sich schwer entziehen kann. Das Besondere ihrer Arbeiten ist, Bildräume gefühlter Natur zu schaffen. Sie sind eine Hommage an die Verbundenheit mit der Natur.

 

Bilder:

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