„ACHTSAMKEIT“ und „Die Reise meines Kuscheltiers“ – Ausstellung des Europäischen Fotozentrums für Junge Fotografie

Titel der Ausstellungen:
ACHTSAMKEIT
Fotogruppen Bildkommunikation des Europäischen Fotozentrums

Die Reise meines Kuscheltiers
Vorschulkinder Kindertagesstätte Erlebnisland Gorxheimertal

 Ausstellungsort:
Europäisches Fotozentrum für junge Fotografie
Saarlandstraße 2-4
68519 Viernheims

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 2. Sept. 2011, 19.00 Uhr – Eintritt frei

Eröffnung:
Rainer Greulich, Schulleiter Friedrich-Fröbel-Schule
Einführung:
Sonja Schmitt, Projektleiterin Fotozentrum
Tanja Eickmeier, Leiterin Fotozentrum

Musikalische Umrahmung:
Musikschule Viernheim

Ausstellungsdauer:
02. Sept. bis 31. Nov. 2011

Öffnungszeiten:
täglich von 9.00 bis 16.00 Uhr
außer samstags und sonntags
und hessische Herbstferien
freitags 9.00 bis 13.00 Uhr

Ansprechpartner:
Tanja Eickmeier Kontakt

Flyer_Achtsamkeit (PDF)

Bilder:

Alle Bilder der Ausstellung
ACHTSAMKEIT

Alle Bilder der Ausstellung
Die Reise meines Kuscheltiers

Achtsamkeit, Impressionen des Innehaltens:

Täglich streifen die Augen Dinge und Gegebenheiten. Sie wandern über sie hinweg, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Unbeachtet
bleiben sie als Nebensächliches und Unbedeutendes zurück. Je schneller das Phänomen Geschwindigkeit das menschliche Leben
bestimmt, desto schneller durcheilen die Blicke das Leben. Zielgerichteter und zerstreuter zugleich sind die Augen geworden. Seit
einiger Zeit findet im Gefolge der Medienrevolution und Wirtschaftsglobalisierung eine gesellschaftliche Rationalisierung der
Wahrnehmung statt. Dadurch wird vieles zum Unbedeutenden, Unbeachteten und Übersehenden. Quer zur Beschleunigung des Sehens, quer zu Medienrevolution erfährt der relativ vage und weite Begriff Achtsamkeit gegenwärtig eine Renaissance. Achtsamkeit will der
Akzeleration des Sehens und Wahrnehmens Einhalt gebieten. Das Gesehene als sinnlich wahrgenommen Empfundenes soll zum kontemplativen Verweilen einladen, das Unbeachtete ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Kaum ein Medium ist nun so geeignet, das Verworfene, Verachtete, Übersehene, Nichtbeachtete und Nebensächliche zum Mittelpunkt der Wahrnehmung zu machen und es mit Bedeutung aufzuladen, wie die Fotografie. Dieses Phänomen machten sich die Fotoschülerinnen und Fotoschüler der Gruppen
Bildkommunikation des Europäischen Fotozentrums für junge Fotografie zueigen. Sie suchten der Achtsamkeit Bilder zu geben, ihre
eigene stille und verweilende Wahrnehmung mitzuteilen. Die Flüchtigkeit des Blicks war für eine gewisse Zeit aufgehoben. Das
Gesehene wandelte sich in kontemplative Impressionen des Achtsamen.

 

„Die Reise meines Kuscheltiers“, ein fotografisches Modellprojekt für Vorschul- und Grundschulkinder

 Das Fotoprojekt „Die Reise meines Kuscheltiers“ ist als Bildtriptychon angelegt. In drei Phasen können sich Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren der vorgegebenen Bildthematik annähern. Im Mittelpunkt steht das eigene Kuscheltier. In der kindlichen Vorstellungswelt wird es als lebendiges Wesen gesehen und wird somit zur bildlichen Leitfigur. Diese Personifizierung ist folglich Medium im Medium. Somit entsteht ein persönlicher und thematischer Bezug für das Fotovorhaben. Dieser Bildbezug ist wesentlichstes Kriterium zum Gelingen eines solchen Modells. Bevor das Projekt konkret umgesetzt wird, sollten im Vorfeld folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Sehübungen, um einen zentralen Ausschnitt auszuwählen
  • Diarähmchen eignen sich dafür besonders gut
  • Übungen zur Führung und Haltung des Fotoapparats

Nach Abschluss dieser Vorübungen werden die drei Phasen der Kuscheltierreise umgesetzt:

  1. Das gegenseitige Portraitieren mit dem eigenen Kuscheltier im Fotostudio. Hier fotografieren sich die Kinder gegenseitig mit ihrem Kuscheltier. Da nicht immer eine Studioausrüstung vorhanden ist, kann als Hintergrund eine schwarze Ackerfolie, als Lichtquelle eine Baulampe eingesetzt werden.
  2. Die Kinder erkunden in Kleingruppen die Umgebung ihrer jeweiligen Einrichtung um einen geeigneten Ort zu finden, an dem ihr Kuscheltier platziert werden kann. Das Kuscheltier wird nun aus verschiedenen Perspektiven fotografiert.
  3. Der ausgewählte Ort wird ohne Kuscheltier fotografiert. Es entsteht ein vollkommen neues Bild mit eigener Aura.

Das bildliche Modell des Triptychons steigert die Aussage des einzelnen Bildes und schafft als Bildsequenz einen inneren Zusammenhang.

Das Bildmodell „Die Reise meines Kuscheltiers“ wurde von Sarah Kinkel, Ellen Stanyak, Erika Tietze (Kindertagesstätte Erlebnisland Gorxheimertal) und Tanja Eickmeier, Sonja Schmitt, Giselher Buhl (Europäisches Fotozentrums für junge Fotografie/Friedrich-Fröbel-Schule Viernheim) entworfen und durchgeführt.

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