Markus J. Feger

Allegorien des Verblassens
An der Schwelle des Imaginären

Markus Fegers Fotografien wirken seltsam abwesend und unwirklich. Seine fotografierten Darsteller hat man alle schon einmal gesehen. Dennoch bleiben sie in ihrer irritierenden Künstlichkeit eigenartig fremd. Sie scheinen Schwellenwesen zu sein, deren Identität in einem Dazwischen am verblassen ist. Sich beginnen sich in einer imaginären Ausdruckslosigkeit zu verlieren. Ihre Ausdruckslosigkeit speist sich aus dem Bestreben nach Einzigartigkeit und Anderssein. Sie formt sich zum Klischee einer ichbezogenen Selbstdarstellung als Bild für andere. Dieses Streben nach Einzigartigkeit ist dabei, sich in einer medial-universellen Kultur gleichender Einzigartigkeiten zu verlieren. An dieser Schwelle sind Fegers Fotografien als Allegorien des Verblassens von Individualität und Wirklichkeit zu verstehen. Feger begrenzt dieses Verschwinden von Wirklichkeit jedoch nicht nur auf Personen. Auch seine Aufnahmen von Orten und Landschaften, verlassen die authentische Wahrnehmung, verwandeln sich in Nicht-Orte. Das Virtuelle beginnt zu dominieren. Es ist diese eigenartige Künstlichkeit zwischen Realem und Irrealen, die die allegorischen Bilder des zweifachen Preisträgers des Kodak-Nachwuchspreises auszeichnet.

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