Marc Célérier

Theâtre Urbain

Es sind die grandiosen Kulissen Zentren großer Städte, die den Fotografen Marc Célérier in ihrer Stille, in ihrem Schweigen, in ihrer Einsamkeit anziehen. Für ihn sind die Zentren monumentaler Urbanität schon seit tausenden von Jahren Dekors und Theaterkulisse zugleich in denen der Mensch als Gestaltender und Handelnder häufig verschwunden ist oder in der Stille des Theaters vergeblich den Ausgang sucht. Marc Célérier, der Fotograf durchstreift diese Stein gewordenen Theaterlandschaften, um die Spuren menschlicher Anwesenheit zu finden. In den verlassenen Straßen verdichtet sich die Atmosphäre des Schweigens und der Einsamkeit ganz besonders dann, wenn er auf einzelne Gruppen von Menschen trifft. Dennoch, wie um Buße zu tun, sucht der Fotograf in den Gesichtern der Passanten ihre Ruhelosigkeit und inneres Umherirren zu finden und festzuhalten. Es scheint, als habe der einzelne Mensch in diesen Bauwerkkulissen nichts verloren, als sei er nur ein flüchtiger Schatten seiner selbst. Nicht den Widerspruch zwischen Stadtlandschaft und Einsamkeit des Menschen will Célérier aufgreifen, sondern die Tragödie des Menschen, der seit Menschengedenken diese gigantischen Kulissen erschaffen und gestaltet hat, um in ihnen letztendlich zu Schatten eines universellen Totenreichs zu werden. Célériers Bilder reflektieren Gegenwart und Zukunft in dem sie archäologisch die unbelebten Architekturen und gigantischen Silhouetten der großen Städte aufspüren zwischen denen der Mensch, zum Schatten geworden, einsam umherirrt.

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